Ich befürworte es nicht, dass irgend jemand eine Maske tragen muss. Das ist gegen unsere menschliche Natur. Über 90% unserer Kommunikation ist nonverbal. Wenn wir den Mund- und Nasenbereich abdecken, dann entfällt ein beachtlicher Anteil davon.

Als Naturwissenschaftler kann ich aber die Absicht und den Zweck hinter dieser Massnahme erkennen. Ob es die oberen Klasse der Primarstufe treffen muss, wie es gerade beschlossen worden ist, ist Ermessenssache. Trotz meiner Zweifel schenke ich den Zuständigen Glauben, dass dies eine wichtiger Beitrag ist, um das Schadensausmass der Pandemie einzugrenzen.

Die Vorgabe, dass wir Masken tragen müssen und weite Teile des gesellschaftlichen Lebens ausgesetzt wurden, wird Folgen haben. Kurzfristig die bereits dramatischen v.a. finanziellen, mittel- bis langfristig wohl schwerwiegende gesellschaftliche.

Auf der andern Seite sehe ich ältere Personen, die mir nahe stehen und zum Teil unter einer angeschlagenen Gesundheit leiden. Sie gehören zur Risikogruppe und für mich ist klar, dass ich alles daran setzen will und Einschränkungen in Kauf nehme, um sie nicht unnötig zu gefährden.

Was ist unter dem Strich der bessere Weg?

Die Geschwächten aufzugeben oder den Jungen Massnahmen zu verordnen, die eine Zumutung sind? Es ist eine sehr schwierige Abwägung, entsprechend tun wir uns als Gesellschaft schwer, den richtigen Weg zu finden.

Ich orientiere mich an der Idee der Lebensqualität. Junge Menschen, denen im Moment Perspektiven in Frage gestellt oder gar genommen werden, sollten mindestens gleichberechtigt in der Diskussion berücksichtigt werden, wie jene Menschen, die eine geschwächte Gesundheit haben. Alle zu erwartenden psychischen Folgen dürften wohl speziell zu Lasten der Jungen gehen. In Frankreich ist es genau diese Gruppe, die am meisten unter finanziellen Schwierigkeiten zu leiden hat.

Unter dem Strich muss also der positive Effekt der Massnahme die negativen Auswirkungen überwiegen. Aus medizinischer Sicht scheint die Maskenpflicht der Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen der Primarschulen, dies zu tun. Damit stellt dies aus meiner Sicht ein Mosaiksteinchen in der ganzen Palette an Massnahmen dar, mit der wir der Pandemie begegnen.

Massnahmen gegen die Covid-Viren müssen mit Umsicht und Augenmass festgelegt werden. Die Jungen, die Jugendlichen und Kinder müssen bei der Abwägung ein sehr viel grösseres Gewicht erhalten. Dafür setze ich mich ein.

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